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Thema: Kontrolle in meiner Familie
Hallo,
sehr gerne 🙂
Also ich schreibe einfach mal direkt was mir zu deinem Text einfällt. Es klingt auf jeden Fall nach sehr viel Kontrolle. Gerade da du selber sagt, du möchtest Dorf ungern bleiben, würde ich an deiner Stelle ein Gespräch mit dem Jugendamt in Betracht ziehen.
Bezüglich der Sprache.. Ich kann absolut verstehen, dass du nicht richtig weißt was jezut deine Muttersprache ist z, zu mal du die Sprache nicht sprechen kannst beziehungsweise diese lernst. Ich kenn jetzt nicht die genaue Definition von Muttersprache, aber ich denke ich würde es vermutlich Recht ähmlich sehen wie du.
Gerade dass du deine Grenzen nicht setzen kannst, finde ich ist ein schwieriges Thema. Jeder Mensch hat seine Grenzen, welche respektiert werden können. Du respektierst die Grenzen ja schließlich auch, die dir deine Eltern setzen.
Das du ein ansich gutes Verhältnis zu deinen Eltern hast, ist schon mal gut. Selbst wenn du jetzt bei deinen Eltern raus gehen würdest, könntest du dich weiterhin mit deinen Eltern treffen. Was deine Eltern aus solch einer Situation machen würden, weiß ich zwar nicht, aber du solltest für dich entscheiden.
Was deine Gedanken vor dem Schlafen angeht, könnte ich schauen ob ich sofern ich es zeitlich schaffe Abends ab Gruppenchats anbiete. Du kannst gerne jederzeit in solch einen Chat rein kommen und dir dort alles von der Seele schreiben, wenn dir das hilft.
Auch die Kameras schenken ja in einer gewissen Form deine Privatsphäre ein und auch da verstehe ich dein Unwohlsein..
Da du dich nicht wohl fühlst, würde ich dem Jugendamt schreiben ja. Die können dir da noch mal die genauen Möglichkeiten erklären. Ich kann mich da auch gerne noch mal belesen, aber kann dir nicht garantieren, dass es bei dir genauso wäre. Das kann von Person zu Person unterschiedlich sein und jeder kommt mit unterschiedlichen Vorgeschichten dort hin. Wichtig ist allerdings für dich eine Möglichkeit zu finden, mit der du dich wohl fühlst. Ich weiß nicht in wifern deine Eltern dann noch Einfluss auf dein Leben haben können, wenn du nicht mehr dort wohnen solltest, aber ich vermute mal, dass es nicht so dolle sein kann, wie es aktuell ist. Aber auch das kann ich dir nicht garantieren. Bei der einen Freundin, die in einer Wohngruppe ist, hatte der Vater glaube ich nicht mehr so viel Einfluss auf sie und vieles hat die Wohngruppe gemacht. Aber sie war auch zu dem Zeitpunkt fast volljährig, daher kann ich dir da nicht genau sagen wie es bei dir sein würde.
Wie kommst du denn in der Schule klar? Ich mein aktuell sind zwar vermutlich bei dir auch Ferien, aber wirkt sich das dort auch negativ aus?
Auch dass du den Schlaf als Ausweg nutzt, ist zum einen verständlich und erklärt auch deine Schlafprobleme. Hast du denn Ideen, wie du sonst vielleicht ein bisschen deinen Schlafproblemen entgegen wirken kannst? Es gibt da verschiedene Möglichkeiten. Da könnte ich dir sonst auch noch mal ein paar Tipps geben. Hast du vielleicht sonst noch eine Idee, wie du mit der Situation umgehen kannst, ohne zu schlafen?
Liebe Grüße Anna
Hallo Anna,
danke für deine Antwort. Allerdings habe ich gestern das Jugendamt per E-Mail kontaktiert. Die E-Mail wird wahrscheinlich am Mittwoch, den 7.1 (Januar), gelesen. Außerdem tat ich das ohne das Wissen meiner Eltern. Würden sie es herausfinden, könnte sich möglicherweise die Kontrolle versteigern. Aktuell heißt es also Wartezeit.
Zu dem Thema Schlaf: Ich versuche mich wachzuhalten, aber mein Körper wirkt automatisch müde und schläft letztendlich doch ein. Das liegt vermutlich an die Gewohnheitsbildung davon. Mal habe ich Erfolg, mal auch nicht. Ich schlafe tagsüber ungefähr 1-2 Mal pro Tag. Das liegt entweder an den mangelnden Nachtschlaf – aufgrund von nächtlichem Grübeln oder mild bis intensiven Suizidgedanken – oder an dem Wunsch nach Komfort.
In der Schule kann ich manchmal müde sein, das auch an den Mangel von Nachtschlaf oder an dem Wunsch nach Komfort liegen kann. Oft grüble ich auch in den Pausen, aber ich habe oft das Gefühl der Geborgenheit, wenn ich mich in der Schule befinde als im eigenen Zuhause. Ansonsten geht es mir in der Schule gut.
Ich würde dankbar sein, wenn du einige Tipps zu den Schlafproblemen hättest und du mir sie geben könntest. Jedoch sollten diese effektiv, seriös und nützlich sein. Ich bin mir aber bewusst, dass du mir nichts garantieren kannst.
Ich werde es mir mit dem moderierten Gruppenchat überlegen. Vielleicht sehen wir uns dort.
Mit freundlichen Grüßen
userm
Hallo Anna,
ich habe vergessen zu erwähnen, dass es beim Thema „Mangel an Nachtschlaf" nicht nur diese Gründe möglich sind. Auch liegt es manchmal an eine bewusste Verzögerung oder Verschiebung des Schlafes aus unzähligen Gründen.
Mit freundlichen Grüßen
userm
Hallo,
erstmal tut mir leid dass ich jetzt erst antworte, ich hatte leider einiges um die Ohren und wollte dir lieber in Ruhe antworten. Wie geht's dir denn inzwischen? Hat sich schon was neues ergeben? So wie sich das anhört scheint ja die Schule ein Ort zu sein, wo du dich wohlfühlst, was erstmal gut klingt.
Was den Schlaf angeht, habe ich gerade auch nochmal recherchiert. Was mir persönlich hilft ist, dass ich abends gerne den Tag einmal reflektiere und für mich durch gehe. Dabei Frage ich mich, was für mich anstregend war, was eher leicht war, welche positiven und negativen Dinge es am Tag gab und was mir sonst alles durch den Kopf geht. Das hilft mir schon mal mich zu sortieren. Dann denke ich auch: Was habe ich heute eigentlich für mich getan?
Also im Grunde kann eine "Tagesreflexion" schon helfen. Die kannst du wenn du möchtest auch gerne hier machen. Ich lese mir das gerne durch und dann können wir gerne darüber sprechen. Wenn du möchtest, können wir auch gemeinsam nach Punkten schauen, welche du reflektieren könntest. Ich kenne grundsätzlich da auch eine Schdeibtechnik, welche auch zur Entspannung beitragen kann. Das wäre in dem Fall das assoziative schreiben. Ich weiß nicht, ob dir das was sagt, aber da geht's darum, dass du eine feste Zeit alles aufschreibst, was die durch den Kopf geht. Das muss keine Zusammenhänge oder sonstiges haben. Das einzige was wichtig ist, ist dass du nicht darüber nachdenken, was du da eigentlich gerade schreibst. Es gibt da ein kein richtig und kein falsch. Ansonsten heißt es im Internet, dass man versuchen soll ungefähr eine Stunde vorm schlafen gehen digitale Geräte wegzulegen. Vielleicht kannst du ja was lesen? Mir hilft das zum Beispiel um runter zu kommen und abzuschalten. Außerdem, können auch feste Schlafrhythmen helfen. Nachdem was du mir erzählt hast, kann mir vorstellen, dass das für dich nicht einfach sein kann, da einen Rhythmus zu finden, aber auch da können wir gerne zusammen mal drauf schauen.
Liebe Grüße
Anna
Hallo Anna,
auf den ersten Blick erscheinen diese Tipps effektiv. Ich überlege, ob ich diese aber auch anwende. Mir geht es inzwischen gut, trotz meines Zustands. Ich werde mich vielleicht melden, falls ich zu diesem Thema Beratung oder Hilfe benötige.
Mit freundlichen Grüßen
userm
Hallo, dein Beitrag ist wirklich wichtig, und allein darüber zu sprechen zeigt schon viel Stärke. Was du beschreibst, hinterlässt Spuren – auch wenn man versucht, alles auszuhalten. Körper und Psyche melden sich irgendwann. Hilfe zu suchen, etwa beim Jugendamt oder bei einer erwachsenen Vertrauensperson, ist kein Verrat, sondern Selbstschutz. Manchmal helfen auch kleine Symbole im Alltag, um sich daran zu erinnern, dass man wertvoll ist – zum Beispiel ein Schmuckstück mit Herzsymbolik, wie so eine Herzkette in Rot [entfernt]
aus einem Shop, der sich generell auf liebevolle Herzketten und emotionale Schmuckstücke spezialisiert. Klingt banal, aber solche Dinge können in schweren Momenten Halt geben. Du hast ein Recht auf Sicherheit und darauf, ernst genommen zu werden.
