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Thema: Ist es, oder ist es nicht..?
Hey.
Also, ich hoffe jetzt auch mal, dass ich mit meinem Beitrag in der richtigen Kategorie lande.. mal sehen.
Ich bin 16 und wiege momentan 49 Kilo bei 1,70 m, BMI 17 oder so. Dass das laut Tabelle Untergewicht ist weiß ich schon, aber was eigentlich wirklich los ist, weiß ich nicht.
Ich denke, ich fang einfach mal am Anfang an, ich hab in der 7. Klasse das erste mal das Essen kontrolliert, weil ich alleine war, mir niemand zuhörte und ich nur noch gemobbt wurde. Da hab ichs nach einer Klassenfahrt auf das tiefste Gewicht gebracht, seit ich mich bewusst dafür interessiert habe. Seitdem war ich immer bestrebt danach, möglichst wenig zu wiegen, um gut genug zu sein. Gut genug, um geliebt zu werden. Eine Zeit lang war das richtig schlimm, in der 8. Klasse hab' ich Buch darüber geführt, und Nullrechnungen aufgestellt, war täglich höchstens zwischen 600 und 800 kcal obwohl ich schon immer sehr sehr viel Sport mache, sodass ich zeitweise bei 40 Kilo lag, nicht viel kleiner als jetzt. Das lockerte sich in der 9. Klasse wieder ein wenig, ich hatte Freunde gefunden, deren Existenz mich zu ein wenig mehr essen beeinflusste. In der 10. Klasse sprach mich eine Lehrerin auf meine Verhaltensauffälligkeiten an (ich war nur noch schlecht gelaunt, zitterig und fahrig, aggressiv). Sie half mir dann auch, sodass sich das ganze ein wenig einpendelte, vor den Sommerferien hatte ich alles ganz gut im Griff, ich begann sogar in der Schule wieder ein wenig zu essen, obwohl ich mich immernoch unwohl fühle, wenn mir so viele Leute beim essen zusehen. Über die Sommerferien verlor ich wieder ein wenig den Halt, mit meinen Eltern kann ich nicht reden. Seit Ende der Sommerferien hab ich das ganze mal besser, mal schlechter im Griff, hatte sogar kurzzeitig die 50 Kilo erreicht, was aber nicht lang hielt, ich kann diese Zahl irgendwie nicht sehen.. das ist einfach so viel! Jetzt ists ja auch wieder weniger.
Generell wollte ich mal fragen, ob das Magersucht ist, oder ob ich nur spinne. Den Krieg im Kopf dafür hab ich- glaub ich. Aber für die normale Definition von Anorexie bin ich zu schwer.
Zum Schluss wollte ich noch sagen, dass mich das Konzept dieser Seite echt beeindruckt und ich das richtig gut finde. Was wäre wohl gewesen, wenn ich das hier früher entdeckt hätte... 😉
Viele Grüße und schon mal danke für die Mühe einer Antwort!
Bleib so wie du bist! Lass dich nicht von anderen auf eine andere Art mobben oder sonst was. Tu, was du tun musst. Kauf dir mal ClubMate von dem Zeug wird man irgendwie süchtig, 100kcal pro 500ml Flasche, so nimmst du ein wenig zu! Und: Schau nicht auf die Wage sondern bestimme selber ob du dich wohlfühlst oder nicht
Hey Ela.
Wie du ja selbst weißt befindest du dich im Untergewicht. Das kann und ist nicht gesund. Ich würde sagen, ohne ein Fachmann zu sein, dass man um an Anorexie zu leiden kein bestimmtes Gewicht haben zu müssen. Wenn sich dein Tag nur ums Essen dreht. Du ständig auf die Waage steigst und dich immer zu schwer findest, egal wie wenig du wiegst würde ich das als Magersucht anerkennen.
50 kg ist für deine Größe bestimmt nicht zu viel.
Du willst/kannst mit deinen Eltern nicht reden? Warum nicht? traust du dich nicht, weißt du nicht, wie du mit ihnen darüber reden sollst?
Weißt du, warum du so wenig wiegen willst? Wegen einem Schönheitsideal? Was denkst du?
LG
Hey (:
danke euch beiden für die Antworten. Wenns so einfach wäre, KuchenAmFensterbrett, dann wäre ich längst lieber glücklich..aber irgendwie ist das schwerer..
Nein, ich kann mit meinen Eltern nicht reden, weil das die Familie gänzlich auseinanderreißen würde, und ich will nicht schuld sein.
Und ein Schönheitsideal ist es auf keinen Fall. Ich weiß nicht, mittlerweile ist es eine Angewohnheit, ich kann mir das nicht mit mehr vorstellen. Manchmal seh ich mich normal, so wie mich alle Anderen wohl sehen und dann erschrecke ich, weil ich dann realisiere, dass ich wirklich dünn bin. Aber meistens seh ich mich, so wie ich mich immer sehe und da seh ich mich wabbelig.. Früher ging es darum, perfekt zu werden, gut genug, um geliebt zu werden. Heute ist es Gewohnheit.
Hey zurück. =)
Deine familie gänzlich auseinander reißen? Wie meinst du das? Hast du zu hause Probleme? Meinst du nicht, dass sich deine beiden Eltern zusammen Sorgen um dich machen würden und beide zusammen versuchen würden dir zu helfen?
Gut, das du dich manchmal richtig wahrnimmst. Nämlich sehr dünn. Was denkst du dir, wenn du dich so siehst? Wie würdest du dich gerade jetzt sehen?
Warum meinst du denn, dass du so wie du bist nicht liebenswürdig bist/warst?
(:
Jain, hab ich ^^
Sicherlich würden sie sich gemeinsam Sorgen machen. Aber sie würden mir genauso Vorwürfe machen, wie ich ihnen das antun kann. Perfektion ist hier sehr wichtig, vorallem Perfektion nach außen und somit ist sowas wie meine Geschichte eine ganz schöne Schande für sie.
Gerade jetzt? Am besten gar nicht. Normal sehe ich mich, wenns mir wirklich gut geht. Was ich mir denke, wenn ich mich normal sehe? Ich darf doch essen. Es ist vollkommen okay.
Weil man mir nicht gezeigt hat, dass man mich lieb hat.
Hmm. Höt sich ja nicht nach der optimalen Familie für dein Problem an.
Weißt du was? Meine Eltern habn mir immer gesagt, dass die wichtigste Aufgabe aller Elern ist, ihr Kind selbstständig und überlebensfähig zu erziehen. Wenn du dich runterhungerst und unglücklich bist ist das ja nun nicht wirklich der Fall. Deine Eltern sehen das viellecht auch so. Du bist sicher keine Schande für deine Eltern.
Hm aber ich kann dich gut verstehen, dass du Angst/Sorgen hast mit deinen Eltern zu reden. Hast du denn schon mit anderen (beratung4kids ausgenommen) über dein Problem geredet?
Wann fühlst du dich denn wohl?
LG
Hallo Ela,
erstmal toll, dass du dich traust, hier so offen über dein Problem zu schreiben und danke für das Lob!
Du fragst dich, ob du mit deinem Essverhalten schon magersüchtig bist. So eine "Diagnose" kann eigentlich nur ein Arzt stellen. So wie du es aber beschreibst, siehst du selbst in deinem Essverhalten ein Problem. Ich finde das ist schon Grund genug, über eine Veränderung nachzudenken! Was meinst du?
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, das hast du ja selbst bemerkt. Mittlerweile bist du so an das wenige Essen gewöhnt, dass es dir im Alltag kaum noch auffällt. Du hast am Anfang geschrieben, dass du damals eine Art Liste gemacht hast, um Kalorien zu zählen.
Wie wäre es, wenn du jetzt erst einmal deinen "Ist"-Zustand feststellst. Das muss nicht mit genauen Kalorienangaben sein. Eine Liste, was du wann den Tag über isst, bringt schon ein wenig Deutlichkeit.
Du schreibst, dass du ein paar Freunde gefunden hast. Gehst du ihnen gegenüber offen mit deinem Problem um? Hilft es dir, mit ihnen darüber zu sprechen?
Viele Grüße
Henning
Hey Hallo.Du
ja, hab ich. Mit besagter Lehrerin beispielsweise. Und mit vielen Betroffenen übers Internet. Und soo dünn, dass man "runtergehungert" sagen könnte bin ich jetzt auch wieder nich 😀
Wann ich mich wohlfühle ist eine gute frage.. das kann ich gar nicht so richtig beantworten. Manchmal ist es eben einfach okay.
Hallo Henning,
danke für die Antwort. Ja, wenn ich nichts verändern wollte, wäre ich kaum hier..
Ich befürchte, dass eine Essensliste mich eher dazu bringen würde, zu reduzieren, weil ich nicht so recht einschätzen kann, was viel und was wenig ist, sowas ähnliches hab ich schon mal versucht..
Die meisten wissen, von meinem Problem, ja. Aber die wenigsten können helfen, weil sie nicht wissen, was sie sagen sollen.
Ela
hey. Ela. =)
Ja aber das ist jetzt schon ein weilchen her, wenn ich das richtig verstanden habe? wie Henning bereits fragte... bist du denn auch deinen Freundinnen gegenüber offen oder irgendeiner anderen Person, die du um dich hast?
Also gibt es da keine Regelmäßigkeit, wie zum Beispiel, dass du dich gut fühlst, wenn du besonders wenig wiegst/gegessen hast?
Liebe Grüße. =)
