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Thema: Meine Gedankentexte

Eröffnet am 10.09.2018 um 19:26

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Liebe Unloved-lady,

Ich habe gerade wie versprochen hier nachgeschaut, wie die Übung gekappt hat und finde es ganz ganz toll von dir, dass du überhaupt versucht hast, es umzusetzen - ich weiß, es fiel dir schwer.
Du bist alles andere als schwach, du trägst so viel mit dir herum und trotz allem schaffst du es so viel alleine zu organisieren und auszuhalten und ich hoffe, dass du das auch selbst bald so sehen kannst.
Vielleicht versuchst du es irgendwann ja noch einmal. Das muss gar nicht heute sein, somdern irgendwann, wenn dir mal danach ist. Und je öfter du es versuchst, desto mehr wird es irgendwann auch klappen.

Ich schicke dir viel Kraft,
Julia

Der Schmerz sitzt so tief. Er frisst dich von innen auf. Du verspürst wieder den Drang dich zuverletzten. Die Wut, der Hass und die Enttäuschen von letzter Nacht sind da. Also warum willst du es dann wieder tun? Warum willst du, dass diese Gefühle noch stärker werden? Es hat sich alles so richtig angefühlt, als du es getan hast, aber jetzt bereust du es schon wieder. Wenn du es wieder machst, dann mach es gleich richtig. So, dass du überhaupt keinen Druck mehr verspürst. Denn wenn du es richtig machst, dann spürst du überhaupt nichts mehr. Dann bist du tot. Sag lebwohl und nimm dir endlich dein erbärmliches Leben! Dann musst du nicht immer wieder drauf hoffen, dass die dämlichen Bäume es tun. Umfallen werden sie so oder so nicht.

Hallo Unloved-Lady.
Da du am Anfang mal geschrieben hast auch andere könnten ihr Texte hier veröffentlichen, gebe ich jetzt mal meinen Senf dazu...

[b]Schmerzesspuren[/b]
Ich kann nicht mehr. Mir ist das alles viel zu viel.
Ich will weg. Einfach vergessen.
Ich will es nicht wissen. Nie gewusst haben.
Alle bewundern, wie stark ich bin. Ich kann nicht mehr.
Ich zerbreche.
Alle bewundern, was ich alles geschafft habe. Ich kann nicht mehr.
Was es mit mir macht sieht niemand.
UND JETZT? Jetzt bin ich zu weit gegangen. Viel zu weit.
Ich wollte das nicht! Hilfe!
Handeln, ohne zu denken. Erst die rote Linie holt mich in die Wirklichkeit zurück. Schock. Was habe ich nur getan?
Ich kann nicht mehr.
Der Zirkel sinkt aus meiner Hand. Realisation. Hilfe, was soll ich bloß tun?
Schmerz. Hass. Fassungslosigkeit.
So weit sollte es nie kommen.
Nie wieder war mein Versprechen. Gebrochen. Mehr als das.

Angst. Angst um mich. Angst vor mir. Ich will das nicht.
Wie soll ich es nur verhindern? Hilfe. Ich brauche Hilfe!

[i]Kleiner Perspektivwechsel[/i]
Sie liegt da, in ihrem Bett und ist müde. Müde von der Woche, von den Tränen, von ihrem Kummer und müde wegen ihrer Angst. Ihre Gedanken wechseln immer wieder das Thema, noch bevor sie wirklich anfangen konnte darüber nach zu denken.
Die Angst, sie offenbart wieder so viele Fragen. Wie lange wird es dauern, bis er sich wieder nicht kontrollieren kann? Was passiert beim nächsten Mal? Wieder die Tür, ihr Spiegel, ihr Bett oder doch wieder sie? - Wo wird er diesmal seine Wut auslassen? Wird sie es endlich mal schaffen sich zu wehren?
Sie wäre jetzt gerne draußen, im Dunkeln, mit einer vertrauten Person, die sie versteht und Wodka. Sie weiß, dass betrinken nicht der richtige Weg ist. Aber verletzen, darf sie sich ja auch nicht. Also warum nicht von innen, wenn sie es nicht von außen darf? Diesmal will sie es richtig machen. Beim letzten Mal, hat sie definitiv zu wenig getrunken.
Sie möchte heute nicht alleine sein, sie möchte etwas unternehmen. Sie möchte Spaß haben, aber niemand hat Zeit. Niemand will etwas unternehmen. Deshalb bleibt sie in ihrem Zimmer, verschließt ihr Tür und gibt sich ihrem Gedankenchaos hin. Tee zur Entspannung? - Darauf hat sie keine Lust. Sind die neuen Tropfen vielleicht doch nicht so gut? Hat sie es übertrieben? Aber so schlimm sind die Tropfen ja nicht.

Du gingst ohne auf wiedersehen zu sagen.
Du gingst ohne mich noch mal in den Arm zu nehmen.
Du gingst ohne mir in die Augen zu sehen.
Du gingst ohne mir die Gelegenheit zu geben, dir das zu sagen, was ich noch zu sagen habe.
Du gingst ohne zu sagen warum.
Du gingst ohne zu fragen, ob ich mit kommen will.
Von eben auf jetzt warst fort
Papa du fehlst mir. Komm bitte wieder zurück. Lass mich zu dir. Ich brauche dich.

Ich würd' dich gern besuchen,
Deine Stimme und Gedanken hören
Noch einmal will ich dich umarmen
Und deine Nähe spüren

[b]Unheilig - Ich würd dich gern besuchen[/b]

Ganze fünf Wochen ist es nun schon her. Ich kann es immer noch nicht begreifen. Du bist einfach weg. Weg von dieser Welt. Du hast mich einfach verlassen und so viele Fragen unebstwortet gelassen. Du fehlst mir.

39 Tage ohne dich

Deine Kette in der Hand und Tränen in den Augen. Und wieder ist mein ganzer Körper am Zittern. Ich kann nicht mehr, ich habe einfach keine Kraft mehr. Ich bin wieder kurz davor einfach zusammen zu brechen. Papa, ich kann einfach nicht mehr, ich will zu dir, bitte! Ich brauche deine Stimme und deine Umarmung. Ich brauche dich!

Wenn er* geht, dann bitte nehm mir auch mein'n Herzschlag
Nimm mir alles was ich hab, verdammt als ob's noch Wert hat
....
Jetzt halt die Zeit an, ich will ausschalten
Nein, halt die Welt an, ich will aussteigen!

Zate - Das Schicksal ist ein mieser Verräter

*sie im Original