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Thema: Angst

Eröffnet am 01.01.2018 um 17:43

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Hallo Daniela,
Mir geht es heute nicht so gut. Wie du siehst ist es schon sehr spät und ich habe trotzdem nicht alles geschafft, was ich schaffen wollte. Ich glaube das das 2 kurze Nächte werden. Aber es ist ja zum Glück auch nur eine kurze Woche.

Es ist wirklich nicht schlimm, wenn ich dafür mehr als 10 Minuten brauche. Es ist nur so, dass ich so immer schön erst recht spät mit allem fertig werde und die Zeit die ich zum schreiben brauche habe ich dann manchmal einfach nicht. So habe ich das gemeint.

Es liegt an dem altersunterschied. Mehr werde ich dazu aber nicht sagen, weil das nichts ist, was in ein öffentliches Forum gehört.

Ich werde mit meiner Mutter nicht darüber reden. Es ist einfach schon eine Weile schwierig und ich glaube nicht das sich daran was ändern wird. Da habe ich schon andere Gespräche mit ihr geführt, die auch nichts geändert haben. Auch wenn sich das jetzt vielleicht hart anhört.

Die bezugsperson war meine Freundin. Sie ist Lehrerin und hat bei uns damals das referendariat gemacht. Und wie das so ist, Sport und gemeinsame Interessen verbinden... so war es dann irgendwann Freundschaft und sie hat gute Leistungen wirklich geschätzt und auch mal gelobt und wenn etwas nicht so gut gelaufen ist war sie nicht sauer oder enttäuscht, sondern hat gesagt, dass es das nächste mal wieder besser wird und hat mich getröstet. Sie hat das gemacht, was meine Mutter nicht gemacht hat bzw macht. Nach dem sie weg war, wurden die Klassen bei uns neu gemischt und meine Eltern haben sich getrennt und sie ist in dem Moment einfach nicht greifbar gewesen und da wusste ich noch nicht, dass ich ihr jeder Zeit schreiben kann. Dadruch war das alles ziemlich schwierig.
Weißt du in Momenten wie jetzt wünsche ich mir manchmal, dass sie da wäre und mich einfach in den arm nehmen würde.

Naja ich sollte langsam versuchen zu schlafen. Ich muss morgen wieder zeitig raus und habe 8 Stunden und selbst dann ist der Tag ja noch nicht vorbei.
Ich wünsche dir eine gute Nacht.
Liebe Grüße Brokengirl

Guten Morgen Brokengirl,
ich hoffe, du konntest noch gut schlafen und die unfertigen Arbeiten gedanklich bei Seite schieben.
Arbeitest du jeden Tag so lange an deinen Schulaufgaben? Gibt es auch einen Tag in der Woche, den du dir frei hältst und den du für etwas anderes, entspannendes nutzt?

Es ist sehr schade, dass du diese Erfahrung mit deiner Mutter machen musstest. Und ich kann gut nachvollziehen, dass die Bereitschaft für ein erneutes Gespräch mit deiner Mutter und die damit verbundene Hoffnung auf Veränderung sehr gering ist. Ich verstehe auch, dass eine Auseinandersetzung mit ihr belastend sein könnte und sicher viel Kraft kosten würde, die du ja grade für andere Dinge brauchst. Auf lange Sicht könnte es allerdings vielleicht doch hilfreich sein. Manchmal merkt man selbst nicht, wie festgefahren man in bestimmten Handlungsmustern ist und wie sehr man damit andere verletzt. Deswegen ist es wichtig, dass man darauf und vor allem auf die Grenzen der anderen aufmerksam gemacht wird.
Wenn du zu einem Gespräch momentan nicht bereit bist und vorerst damit abgeschlossen hast, ist das natürlich in Ordnung. Doch genauso wie der lohnende Zeitaufwand mit deiner Freundin zu reden, könnte sich ein Gespräch mit ihr ebenso auszahlen. Ein paar liebe Worte von ihr und Trost nach einer nicht ganz so gut verlaufenen Klausur könnten den Druck ein wenig senken. Was denkst du?

Es klingt sehr schön, wie du deine Lehrerin/Freundin beschreibst. Es freut mich sehr für dich, dass du diese Erfahrung machen und diesen Rückhalt erleben konntest. |+¥ Du sagtest, dass sie durch die Trennung der Klassen zwar auf einmal weg gewesen wäre, du ihr aber jeder Zeit schreiben kannst. Kommst du manchmal auf das Angebot zurück? Und ist sie noch Lehrerin an eurer Schule?

Ich wünsche dir einen guten Start in die Woche und einen schönen Abend mit den Kindern! 🙂
Liebe Grüße,
Daniela

P.s.: Was war denn heute dein glücklichster Moment? 😉

Hallo Daniela,
Ich wollte mich schon mal kurz melden.
Nein, ich arbeite nicht jeden Tag so lange an Hausaufgaben. Vor den Ferien sind nur noch einige Sachen anzugeben und da kann das schon mal vorkommen. Und da es eine kurze Woche ist werde ich auch mal damit auskommen wenn ich zwei Nächte nur 3 oder 4 Stunden schlafe.

Ich werde mit meiner Mutter nicht darüber reden. Ich habe eine feste Meinung dazu.

Es handelt sich bei der referendarin um die Freundin, die promoviert. Damit dürfte deine Frage beantwortet sein 🙂
Sie war aber nicht wegen der Trennung der Klassen Weg, sondern weil ihr referendariat zu Ende war. Die Klassen werde bei uns nach der 6 immer wegen den Sprachen neu gemischt.

Heute ist es zum Glück nur ein Kind. In einer Stunde muss ich los. Die Zeit werde ich jetzt nutzen um an dem hefter weiter zu arbeiten.

Mal schauen, vielleicht kann ich dir deine Frage nachher beantworten.
Und ich hoffe du hattest auch einen guten Start in die Woche.

Liebe Grüße Brokengirl

Hallo Daniela,
Nur nochmal ganz kurz. Ich bin nämlich fertig und das in sämtlicher Hinsicht. Ich habe für morgen alles fertig und das sogar vor um 12 und ich bin ziemlich kaputt und müde.

Mein glücklichste Moment war heute von dem Mädchen auf das ich aufgepasst habe angelächelt zu werden weil ich mit ihr gespielt habe.

So ich werde jetzt versuchen zu schlafen.
Ich wünsche dir eine gute Nacht.
Liebe Grüße Brokengirl

Hallo Brokengirl,
es freut mich sehr zu hören, dass du sogar früher als gedacht fertig geworden bist! Das war bestimmt ein gutes Gefühl. :thumbsup:
Und auch dein glücklichster Moment klingt unglaublich schön. Dann war das gestern wohl ein guter Tag. Was denkst du? |+¥

Stimmt, das beantwortet meine Frage. Ich finde es klasse, dass du die Freundschaft über das Ende ihres Referendariats zu ihr halten konntest. Sie ist ja demnach schon eine langjährige Freundin, oder?

Es ist für mich völlig in Ordnung, wenn du bezüglich deiner Mutter eine feststehende Meinung hast und du derzeit auch nicht daran arbeiten möchtest. Falls sich deine Meinung ändern sollte, ich bin gerne für dich da.

Viele Grüße,
Daniela

Hallo Daniela,
Ja, im Vergleich zu heute war gestern wirklich ein guter Tag. Heute geht es mir überhaupt nicht gut. Ich fühle mich irgendwie total leer und ganz komisch. Als ob irgendwas schlimmes passiert. Ich wüsste nur nicht was.
Ich fühle mich sehr einsam und wünschte, dass jetzt jemand hier wäre, der mich in den arm nimmt und einfach da ist. Aber hier ist niemand. Mich nimmt jetzt niemand in den arm und es ist niemand hier, von dem ich mir das wünschen würde. Es ist ein komisches Gefühl wenn man weiß, dass man nur eine Stunde mit dem Auto von jemandem entfernt ist, der die schlechten Gefühle mit wenigen Worten oder Gesten verscheuchen könnte. Ich wünsche mir im Moment oft, dass meine Freundin bei mir wäre um mir einfach ein bisschen halt und Sicherheit zu geben.

Ja, man kann sagen, dass sie eine langjährige Freundin ist und darüber bin ich sehr froh, weil ich weiß wie kompliziert ich sein kann, wie schwer es sein kann mich zu verstehen und wie schwer es sein kann mein Verhalten nachzuvollziehen.

Ich werde noch ein bisschen lernen und dann hoffen, dass ich bald müde werde.
Morgen ist zum Glück der letzte Schultag vor den Ferien und ich passe morgen wieder auf das Mädchen auf.

Ich wünsche dir noch einen schönen Abend.
Liebe Grüße Brokengirl

Hallo liebe Brokengirl,
es ist schade zu hören, dass es dir heute wieder etwas schlechter geht. Ich bin zwar auch nicht in greifbarer Nähe, aber ich bin hier und biete mich gerne für ein Gespräch an. Du kannst mir gerne erzählen, was dich beschäftigt und dir im Kopf rumgeht. Du kannst auch einfach drauf los schreiben, ohne dir Gedanken über wirre Sätze oder die Länge der Nachricht zu machen. 😛 Ich werde dann nachher noch mal reinschauen und dir antworten, wenn du möchtest. |+¥

Verabredest du dich manchmal mit deiner Freundin? Du erzählst oft, dass ihr euch schreibt. Doch ein Treffen oder auch ein Telefonat mit einer lieben Freundin können das Gefühl von Einsamkeit schnell entkräften. Und wenn sie nicht so weit weg wohnt, könntest du dich mal mit ihr treffen. Was meinst du?

Wie lang sind denn eure Ferien? Und verbringst du die gesamten Ferien mit deiner Mutter und ihrem Freund an der Ostsee? |+¥

Falls ich keine Nachricht mehr von dir bekomme, wünsche ich dir jetzt schon einmal einen hoffentlich entspannten letzten Schultag und wieder viel Spaß beim Babysitten.
Liebe Grüße,
Daniela

Ich danke dir für deine schnelle Antwort.

Oft schreiben ist denke ich zu viel gesagt. Es ist eher unregelmäßig. Es gibt oft längere Zeiträume, in denen wir nicht schreiben, einfach weil die Zeit fehlt. Es gibt aber auch Zeiten, in denen wir relativ oft schreiben.
Telefoniert haben wir noch nie. Das liegt auch daran, dass ich nicht möchte, dass irgendjemand das mithören kann und das ist bei mir zuhause so gut wie unmöglich.
Sehen tun wir uns auch immer recht selten. Ab und zu mal, wenn ich alleine in der Stadt bin in der sie wohnt oder jemand aus meiner Klasse mit ist. Wenn noch jemand mit ist reden wir aber auch nicht über wichtige Dinge. Aber ich bin nicht oft da. Vielleicht ein oder 2 mal im Jahr und dann klappt es auch nicht immer das wir uns sehen.
Aber ich habe ihr versprochen, dass ich mal einen Kuchen backe, wenn ich nicht mehr zuhause wohne und wir den dann zusammen essen.

Wir haben von übermorgen bis Pfingsten. Den Dienstag müssen wir dann wieder in die Schule und wir schreiben gleich eine Klausur und einen Test...
An die Ostsee fahren wir von Samstag bis Samstag. Wir wollen aber schon um 4 losfahren. Das finde ich ziemlich zeitig, aber ich kann im Auto ja noch schlafen.

Mir geht es schon seit dem aufstehen nicht gut. Ich habe schlecht geträumt gehabt. Ich weiß nur nicht mehr was. Und da ich noch sehr müde gewesen bin, weil ich nicht gut geschlafen habe, hat sich der Schultag ganz schön in die Länge gezogen...
Mir ist heute bewusst geworden, dass das Schuljahr bald zu Ende ist. Das macht mir irgendwie Angst. Dann bin ich nämlich schon 12. Klasse und muss das Abitur schreiben. Wir sind in nicht mal einem Jahr schon dran. Dabei scheint das noch so unerreichbar. Und dann ist nicht mal mehr die Sicherheit der Schule da. Selbst wenn ich schon einen ungefähren Plan habe, habe ich den Eindruck keinen zu haben. Es kommt dann ein ganz neues Umfeld und ich muss zugeben, dass es mir nicht unbedingt leicht fällt mich mit anderen anzufreunden. Das setzt mich alles irgendwie total unter Druck und ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll oder wie er weggeht. Ich würde mich am liebsten einfach unter meiner Decke verstecken und nicht mehr vorkommen. Einfach weg sein. Ich möchte das alles nicht.

Liebe Grüße Brokengirl

Hallo Brokengirl,
schön, dass du dich gemeldet hast. |+¥

Auch wenn du über die Ferien für die Klausur und den Test lernen musst, könntest du dich ja für einen Tag mit ihr verabreden. Sie könnte dich dann mal ganz lieb in den Arm nehmen, wenn du das möchtest. Außerdem kann ein Tag mit einer guten Freundin auch echt Spaß machen. Quatschen, einen Kaffee trinken, vielleicht ein bisschen shoppen. Was auch immer ihr gerne zusammen macht. 🙂 So ein schöner Tag könnte dich auch ein wenig von deinen Sorgen ablenken und dir eine ordentliche Portion Kraft schenken. Könntest du dir das vorstellen?

Ohje, da hat der heutige Tag ja schon schwierig begonnen. Obwohl du dich nicht an den Inhalt des Traumes erinnern kannst, kann es natürlich sein, dass er noch in deinem Unterbewusstsein nacharbeitet und dein Gefühlsleben beeinflusst. Und dann kommen da noch die Müdigkeit und die Zukunftsängste hinzu. 🙁 Phu.
Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass dir das baldige Ende des Schuljahres und das kommende Abitur Angst macht. Ich finde auch, dass du das mit der Sicherheit ganz treffend beschrieben hast. In der Schule ist es ganz klar geregelt, wie es weiter geht. Nach dem Abitur stehen einem allerdings mit einem Mal so viele Möglichkeiten offen. Diese Vielfalt von Möglichkeiten sind natürlich toll, aber sie können auch abschreckend und überfordernd wirken. Immerhin trifft man dann wichtige Entscheidungen. Plötzlich steht man da, vielleicht hat man auch einen ungefähren Plan und trotzdem weiß man erst mal nicht so richtig, wie es jetzt weiter gehen soll. Vor diesem Punkt stand ich auch schon mal.
Und ich kann dir versichern, dass es nach dem Abitur nichts gibt, wovor du dich fürchten musst! Ganz im Gegenteil: Endlich kannst du dich ganz nach deinen Interessen weiterentwickeln und tun, was dir Spaß macht. Da kommt natürlich auch eine Menge auf einen zu, wie zum Beispiel die Bewerbungen für die Studiengänge, die man gerne belegen möchte, das erste Semester, möglicherweise zieht man auch von zuhause aus und in eine WG oder eine eigene Wohnung oder man reist erstmal ein wenig. Das ist alles neu, vielleicht beängstigend, ja, aber auch aufregend. Und neue Freundschaften entwickeln sich an den Unis fast von ganz allein. |+¥
Vergiss nicht, dass du noch ein ganzes Jahr Zeit dafür hast. Und es ist auch überhaupt nicht schlimm, wenn sich deine Pläne noch ändern sollten. Du hast genug Zeit dich auszuprobieren und dich für etwas zu entscheiden. |+¥

Ich hoffe, dass du heute Nacht wieder besser schläfst.
Liebe Grüße,
Daniela

Hallo Daniela,
Ich habe es geschafft. Ich habe Ferien. Das ist ein schönes Gefühl.dadurxh gibt es heute nur noch 2 Sachen, die ich machen muss. Duschen und grey's Anatomy schauen.

Dein Vorschlag hört sich so leicht an, aber das ist er nicht so wirklich. Ich bin immer sehr unsicher, wenn wir uns sehen und setze mich sehr unter Druck. Auch wenn ich weiß, dass es eigentlich unbegründet ist und sie mir so gut wie nie böse ist. Ich freue mich lieber darauf, wenn ich nicht mehr so weit weg wohne öfter etwas mit ihr zusammen zu machen.

Ich habe aber Angst davor, dass ich mich dann nicht für das richtige entscheide. Weißt du was ich meine?

Liebe Grüße Brokengirl