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Thema: ich weiß nichts mehr

Eröffnet am 11.12.2013 um 21:30

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Ich versuche es mal so:[b]

Depressionen:[/b]

[u]Pro:[/u]

-einfacher damit zu leben

-relative Zufriedenheit („ich verdiene es“)

[u]Kontra:[/u]
-macht „blind“

-zerstört Selbstwert/-vertrauen

-Selbsthass

-Schuldgefühlen (z.B. gegenüber Eltern; fühlen sich schlecht
wegen mir)

-führt zu negativen Gefühlen (z.B. Angst, Einsamkeit)
[b]
SvV:[/b]
[u]
Pro:[/u]
-beruhigt

-ich liebe/ brauche es

-Blut sehen

-Narben bekommen

-Schmerz spüren (erleichtert den Alltag)

-hilft, mit neg. Gefühlen umzugehen (z.B. Hass an mir auslassen)

-baut Druck ab
[u]
Kontra:[/u]
-von anderen verurteilt/ abgewertet werden

-würde Leben/ Beziehungen zerstören/ neg. verändern, wenn es
rauskommen würde / gesehen werden würde

[b]Essverhalten:[/b]
[u]
Pro:[/u]
-“stillt“, „füllt“

-beruhigt

-Ablenkung/ Unterdrückung von negativen Gefühlen

-ich mag Essen
[u]
Kontra:[/u]
führt zu

-Gefühl von Wertlosigkeit

-geringeres Selbstvertrauen

-Selbsthass

-unwohl fühlen (z.B. Bauchschmerzen, Aussehen nicht mögen)

-Teufelskreis (schlecht fühlen, mehr essen, schlechter fühlen...)

Die Fazite aus meinen
Augen:

[u]Depressionen:[/u] am Besten bekämpfen; führt nur zu einem
erschwerten Leben (gleichzeitig aber einfacher, wahrscheinlich weil
ich es gewohnt bin) & führt zu einem verzerrten Selbstbild
(Wertgefühl etc...)

[u]Essverhalten:[/u] fast ausgewogen, Kontra
überwiegt; hilft kurzzeitig (bei Pro-Sachen), aber langzeitig
hindert es beim leben (führt zu Kontra-Sachen) -> Essverhalten
ändern und etwas anderes finden, was hilft + auf längere Sicht als
nur für den jeweiligen Moment

[u]SvV:[/u] Pro überwiegt, Kontra
bezieht sich auf längere Sicht & die Frage: warum ist es für
die Perspektive der anderen negativ?
trotzdem mehr Pro-Seiten...
Eigentlich sollte ich es ja bekämpfen, aber aus meiner Sicht ist
es hilfreich und nicht soo abwägig, wie für andere... hier weiß
ich es nicht.

Mit dem Zielplan weiß ich nicht genau, wie ich
es gestalten soll, da bräuchte ich deine Hilfe.

Hey,

Wie stark sind die Suizidgedanken auf einer Skala von 1 = kaum vorhanden bis 10 = ich könnte es jeden Moment tun?

Deswegen schauen wir uns die Liste an, um zu sehen, was hat die Depression für Vorteile und vllt. auch, weswegen du sie wieder haben wolltest.

Warum schaust du dir denn deinen Körper nicht gerne an? Also welche Gedanken kommen dir denn da in den Sinn? Und was ist so "schön" an deinen Narben?

Das ist doch ein positiver Faktor, dass du jemanden gefunden hast, den du dich anvertrauen kannst. Wenn du "Angst" hast, ihn zu nerven damit, wäre es dann vllt. eine Idee ihn mal zu fragen? Vllt. hört er dir doch gerne zu und weis vllt. nur nicht, was er darauf sagen soll? Du kannst ihn ja fragen, wie er die Situation empfindet und auch, ob du wirklich so oft "Jammerst"? Dann hast du auch für dich ein Stück mehr Klarheit?
Wenn du mit anderen Freunden nicht darüber redest, woher kommen dann die Gedanken, dass du es ständig machen würdest? Hier haben wir eine Diskrepanz gefunden, vllt. kannst du dies ja für dich annehmen?
Um auch den anderen Gedanken zu hinterfragen, den du hast (Wenn andere schon genug Probleme mit sich selber haben, dann müssen meine doch nur nerven: so ungefähr denke ich dann, wenn jemand gerade davon erzählt und ich überlege zu sagen, dass es mir auch nicht so gut geht oder so ähnlich). Du hörst dir ja trotzdem auch ihre Probleme an und bist da? Und du könntest auch hier mal nachfragen, wie es denn ist? Es einfach mal versuchen? Also du musst ja nicht alles erzählen, aber vllt. mal versuchen, wenn es dir schlecht geht, dies zu äußern? Was hast du denn für, ich nenne es jetzt mal Befürchtungen, was passieren könnte? Wie deine Freunde reagieren?
Genauso wäre das auch eine Idee bzgl. des selbst hinterfragend. Wenn du gehandelt hast, dann kannst du ja auch fragen: War das jetzt richtig?
Mir fällt auf, dass du sehr unsicher bist in deinen Handlungen? Hast du denn sonst Ideen, wie sich das ändern könnte? Also nur, wenn du das ändern möchtest (=

Ich finde es gut, dass du dir die Ziele gesetzt hast bzgl. des Essens. Klappt es denn bis jetzt. Es könnte natürlich passieren, dass es wieder "einreist" und ihr nicht dauerhaft gemeinsam esst, aber es wäre ein Anfang und vllt kommt es ja auch anders.
Was denkst du denn, warum du gerade zu Hause Probleme mit dem Essen hast?

Wie geht es dir mit der Abisituation, Ausbildung suchen ect?

Und warum denkst du, dass die negativen Reaktionen wahrscheinlicher sind? Und wie viel wahrscheinlicher sind sie denn?

Zum Thema Beratungsstelle/Psychologin.
Es ist eben auch so, dass es in der Beratung oder auch Therapie passen muss. Man kann nicht mit jedem Therapeuten. Es muss ein gewissen Vertrauen da sein und man sollte sich auch wohl fühlen. Vllt. hat es bei dir und deiner Psychologin einfach nicht gepasst? Gibt es denn noch andere in der Nähe?
Du kannst dich auch an deinen Kinderarzt wenden, mit ihm kurz die Situation besprechen und dir eine Überweisung geben lassen. Dann einen Termin vereinbaren und besprechen, wie es am besten weiter geht. Es gibt ja verschiedene Angebote, nicht nur die ambulante Therapie (in der du scheinbar warst). Vllt. gibt es dann auch die Möglichkeit Termine engmaschiger zu legen. Das müsstest du dann mit der/dem TherapeutInn besprechen. Der Punkt wäre einfach, dass man "vor Ort" ganz andere Möglichkeiten des Arbeitens hat, als hier in der Onilneberatung (;
Wir können hier natürlich trotzdem gern weiter schreiben.

Deine Pro-Kontra-Listen finde ich sehr gut, ausführlich und auch sehr reflektiert.
Also bist du jetzt zu dem Schluss gekommen, die Depression und das Essverhalten ändern zu wollen und beim SvV bist du dir noch unsicher? Habe ich so richtig verstanden?
Daraus könnten wir anfangen kleine Ziele zu definieren. Wobei ich dabei auch gerne noch mal klären würde, was denn generell die Ziele für diese Online-Beratung sind? Vllt. kannst du diese auch noch mal zusammen fassen?

Um jetzt Ziele zu definieren, brauchen wir natürlich auch eine Reihenfolge: Was ist dir das wichtigste? Du kannst dich auch fragen: Was möchte ich erreichen, also was wäre, wenn beispielsweise die Depression weg ist und wie kann ich dahin kommen? (Dazu kannst du dir vllt. die Kontras noch mal anschauen, vllt kannst du daraus etwas formulieren?)
Ich hoffe, ich habs jetzt einigermaßen verständlich ausgedrückt?
Mein Vorschlag wäre, dass wir wirklich uns erstmal darauf konzentrieren Ziele zu formulieren und die restlichen Themen erstmal außen vor lassen (die Nachrichten sind wirklich sehr lang geworden und brauchen entsprechend Zeit) Wir können sie später wieder aufgreifen?
Wäre das in Ordnung?
Falls wir das so machen, kannst du natürlich trotzdem zusätzlich über Dinge schreiben, die dich grad bewegen, die du gerne besprechen möchtest (aber Zielfindung sollte vllt. erst mal im Vordergrund stehen, dann können wir vllt auch noch besser strukturieren und Zusammenhänge finden?)

Liebste Grüße,
Steffi

Eine Frage, die mir zur Zielfindung noch einfällt: Wenn du 3 Wünsche frei hättest, was würdest du in deinem Leben ändern wollen?

Hey,

ich will jetzt gar nicht auf die Nachricht von dir antworten, weil es zu spät ist und ich keine Zeit mehr heute dafür finde. Das mache ich dann morgen oder so. 🙂

Ich wollte eigentlich nur die erste Frage beantworten.
Auf der Skala: 7, denke ich. Sie sind vorhanden, ich beschäftige mich damit, und aktuell auch mit der Frage: Soll ich es tun?
Es erscheint mir so nahe... zum greifen nahe. Es schwankt ein bisschen. Heute Mittag um den Dreh hatte ich keine Neigung dazu, es zu tun, aber das hat sich wieder gewendet bis zum Abend. Mir ging es heute nicht so gut, die letzten Tage auch weniger. Ich habe eben etwas geschrieben (wie wir es besprochen hatten, vllt dass es hilft oder so). Danach und kurz vorher kam wieder der Wunsch danach, tot zu sein.
Mir fällt auf, kurze Eindrücke, dass ich in Gegenwart von den anderen viel... "lebensfreudiger" bin. D.h.: ich lache viel mehr, sage unsinnige (lustige) Sachen, verstärkte Gestik, also mehr Bewegung (steht vielleicht für innere Unruhe, die sich außen zeigt? Dynamik?). Ich werde gleichzeitig aber auch langsamer, z.B. in meinem Gehen. Meine Konzentration lässt ein ganz klein wenig nach (Schule; Unterricht).
Ich habe, z.B. heute und gestern, mehrfach über Selbstmord nachgedacht.
Im Moment habe ich wirklich die Neigung dazu, es machen zu wollen.

Ich hatte überlegt, mit jemanden darüber zu sprechen, auch wenns nur um die Depressionen ginge. Es hat aber kaum einer Zeit und ich finde nicht die richtige Person.

Wenn ich, z.B. eben habe ich mit meinen Eltern Fernseh geguckt, bei anderen Leuten bin, fühle ich mich noch am Leben. Alleine weniger, ich denke nach, ich setzte mich mit dem Thema auseinander.
Wie ich es genannt hatte; "der Prozess Abzuschließen" ist immer noch dabei. Mir wird alles ein bisschen egal, ich möchte einfach aufgeben, nicht weiter darüber nachdenken (ähnlich wie bei SvV, Essen, depressive Gedanken zulassen ..). Ich kann / will einfach nicht mehr.

Ich bin nicht nur auf alles negative fokussiert, sondern ich kann noch die positiven wahrnehmen, oder mich an diese erinnern. Allerdings lösen sie bei mir weniger eine Reaktion aus, außer dass ich heulen möchte. Ich fühle mich oft am Tag den Tränen nahe, weine aber nicht; ich bin nicht alleine und finde keine Zeit dafür.

Ich weiß gerade nichts mehr, im Sinne von: Chaos in mir drin.
Ein starker Kontrast:
Auf der einen Seite die starke Sehnsucht, endlich das Leben loszulassen.
Auf der anderen Seite diese "heile" Welt; meine Familie, Freunde, Schule, es läuft ja gut. Möchte ich diese wirklich verlieren?

Lustlosigkeit und dass mir vieles egal ist überwiegt gerade stark.

Ich wollte nur das schreiben, was mir so grob beschrieben durch den Kopf geht und wie ich mich fühle. Vielleicht, um einfach irgendwen davon zu erzählen, mindestens dir, oder auch einfach um es zu verschriftlichen (wegen dem Chaos). Ich hoffe, das ist okay, ich denke mal schon.

Trotzdem noch liebste Grüße, Lisa

Hey,

klar, ist vollkommen in Ordnung, wenn du das so und nur das schreiben magst.
Wie geht es dir denn heute? Hat dir das Aufschreiben geholfen?

Aus dem Geschriebenen geht hervor, dass du sonst mit noch niemanden über diese Gedanken geredet hast, weil du niemanden findest? Und du kannst dir da keinen vorstellen, mit dem du drüber reden könntest?

Kannst du denn, naja nennen wir es mal Einflüsse/Gründe/Veränderungen finden, die im Zusammenhang mit der Veränderung der Gedanken stehen?

Kannst du dir denn vorstellen, warum du anders bist, wenn andere dabei sind? Oder warum du dich dann besser - am Leben - fühlst?

Wieso möchtest du weinen, wenn du an positive Dinge denkst? Gerade bei Depressionen, ist es wichtig eben genau diese zu stärken und sie vermehrt in deinen Alltag einzubauen.

Liebste Grüße,
Steffi

Hey,

Heute ist auch wieder kein 'guter' Tag. Ich beschäftige mich eigentlich den ganzen Tag schon mit dme Thema und meine Laune ist unten, auch bei meiner Familie heute. Ich bin etwas gereizt und hab Kopfschmerzen, es kommt mir vor, als kommen die Kopfschmerzen von dem ganzen Nachdenken. Mein Antrieb ist auch sehr niedrig.
Das Aufschreiben hat mir so etwas wenig geholfen, aber mit dir jetzt darüber zu reden hilft zumindest ein bisschen - nicht alleine damit zu beschäftigen.

Vorstellen könnte ich es mir schon, nur fragt sich wann und wie und hm... Es ist mir auch gerade egal, wie die Reaktion sein könnte, sondern ich möchte einfach darüber reden. Wieder ein Kontrast: ich will ohne weiter irgendetwas zu machen/ darüber zu reden verschwinden.

Einflüsse Gründe Veränderungen oder derartiges sind mir nicht bewusst. Ich wüsste nicht, warum die Gedanken sich so radikal verändert haben, also zum Thema Suizid. die "Außen-Welt" hat sich nicht verändert, mein Inneres verschlimmert sich halt, warum, weiß ich auch nicht...

Ich will ihnen nicht zeigen, was mit mir los ist. Und wenn ich jemals von dieser Welt gehen sollte, möchte ich, dass alles ok bleibt, wie es ist. Ich will nicht, dass sie sich Sorgen machen oder verzweifelt sind ...

Weinen möchte ich eigentlich bei allem gerade, bei positiven und negativen Dingen. Eigentlich habe ich positive Dinge auch in letzter Zeit, z.B. wieder mal herzhaft Lachen mit meiner besten Freundin, oder eine gute Note schreiben, etwas Angenehmes machen...

Ich überlege gerade immer noch, ob ich es tun soll oder nicht, wenn ja wo. Aber eben habe ich überlegt, es meinem Hausarzt zu sagen, damit er mich vllt vermitteln kann oder so etwas? Ich weiß es nicht. Ich bezweifle, dass ich den Mut dazu habe, es einer fremden Person zu erzählen.

Liebste Grüße, Lisa

Hey,

raus gehen und dich ablenken kannst du nicht? Es war ja heute schönes Wetter, einfach warm einpacken und ne Runde spazieren oder joggen? Oder jemandem schreiben, der dich dann motiviert. Es ist ja oft leichter, wenn man sich mit jemanden verabredet (=

Schläfst du denn in letzter Zeit ausreichend? Wie sieht es mit Trinken (also unalkoholische Sachen (; ) aus? Bewegung? Das sind so Einflüsse, die auch zu Kopfschmerzen führen können.

Und zu deiner Aussage, dass du es niemandem zeigen möchtest. Angenommen, du würdest dich wirklich umbringen (was ich nicht möchte, u.a. weil du viel mehr wert bist, als du denkst), denkst du nicht, dann würden alle anderen auch verzweifelt sein? Weil du nicht mehr da bist und weil sie sich vllt. Vorwürfe machen, es nicht mitbekommen zu haben und dir nicht versuchen konnten zu helfen oder für dich da zu sein?

Ich finde die Idee mit dem Hausarzt gut. Er kann dich wirklich weitervermitteln, so dass du auch Hilfe vor Ort bekommst. Natürlich kann ich mir vorstellen, dass es für dich sehr schwer ist, mit einer fremden Person darüber zu reden, aber es könnte wirklich helfen. Hier hast du auch den Mut gefunden und mir geschrieben. Ich denke, dass schaffst du auch noch einmal. Du musst ja nicht gleich alles auf einmal erzählen, sondern nur grob umreissen, oder einzelne Dinge ansprechen?
Ich denke du würdest das schaffen!

Liebste Grüße,
Steffi

Hey,

ich war auch am Samstag draußen, hab SPort im Fitness Studio gemacht und bin zu Fuß nach Hause. Es hat beides nicht wirklich geholfen, es hat mich nicht vollständig abgelenkt: währenddessen hatte ich noch die Gedanken. Schade ist, dass ich nicht so viel Zeit habe unter der Woche, wenn es so früh schon spät ist und ich erst für die Schule was machen muss. Verabreden wird in der Zeit dementsprechend auch schwer... mal sehen, ich wollte vielleicht mit jemanden wieder shoppen gehen, evtl auch mit meiner Mutter.

Schlafen tu ich eigentlich genug, ist nur immer doof so früh aufzustehen aber naja 😀 Genug Wasser trinke ich meistens (nicht immer), aber zur Zeit trinke ich genug. Naja, vielleicht ist es einfach wieder die Anstrengung und Konzentration, der Wechsel von Ferien zur Schule.

Es kann schon sein, dass sie danach verzweifelt sein könnten... Es tut mir auch Leid, aber ich weiß nicht... irgendwie habe ich die Hoffnung, dass sie darüber hinweg kommen könnten, zumindest es akzeptieren können.

Mit dem Hausarzt bin ich mir sehr unsicher. Vor allem, weil es mir jetzt ein bisschen besser geht, d.h. die Suizidgedanken weniger geworden sind, aber immer noch vorhanden sind. Naja, eigentlich fühle ich mich immer noch down, lustlos.. Aber irgendwie schmerzt es auch, ich weiß nicht was. Ich würde gerne mich am Unterarm verletzten, obwohl mir bewusst ist, dass es dann andere sehen könnten.
Es ist schwer, sich zu motivieren gegen etwas anzukämpfen, wenn man es eigentlich gar nicht will.

Liebste Grüße, Lisa 🙂

Hey Lisa,

ja, der Winter an sich, ist auch nicht wirklich förderlich, das kann ich voll verstehen, aber die Tage werden ja zum Glück auch wieder länger, so dass du dann auch nach der Schule noch rausgehen kannst.

Was heisst den genug? Wie viel trinkst du denn am Tag, wenn ich fragen darf?
Ja klar, auch die Umstellung von Ferien auf Schule könnte zu Kopfschmerzen führen.

Zu deinen Bedenken/Gedanken bzgl. einer Vorstellung beim Hausarzt wären wir wieder beim Thema Ziele: Was möchtest du erreichen bzw. verändern und was nicht? Es ist schwierig da anzusetzen, wenn wir nichts konkretes haben. (Wären wir wieder beim Thema Zielformulierung (= )

Und klar, wir haben gemerkt, dass deine Stimmung über die Zeit schwankt, dass es wie bei jedem anderen Menschen positive und negative Phasen gibt. Bei dir jedoch sind die negativen Phasen so stark, dass du dich sogar selbst verletzt. Und könnte es nicht gerade gut sein, das zu "erledigen", wenn es dir besser geht, weil dann mehr Motivation/Antrieb da ist?
Was könnte es denn bedeuten, dass du dich am Unterarm verletzen möchtest, trotz der Bedenken, andere könnten es sehen?

Liebste Grüße,
Steffi

Hoffe du hattest einen guten Wochenstart (=

Hey,

Oje, wie viel genau weiß ich nicht, ich denke ich habe mit der Zeit ein gutes Maß gefunden (damals habe ich zu wenig getrunken) 😀

Zu dem letzten Abschnitt: ich weiß gerade nicht, was du mit dem "erledigen" meinst und verstehe dadurch leider die Frage nicht so.
Dass ich mich dort verletzen will, wo es andere sehen könnten, bedeutet vielleicht, dass mir die Blicke von den anderen egal werden? Vielleicht ist der 'Drang', nenn ich es jetzt mal, schon so groß, dass ich mich auch nicht dahinter verstecken will, sondern meinem Wunsch nachgehen will, und nicht den von der Gesellschaft? Dort ist es ja fast schon ein Tabu-Thema unter Jugendlichen, zumindest in der Schule.
Oder vielleicht in die andere Richtung gedacht; vielleicht soll es ja ein Hilfezeichen sein, fällt mir gerade so ein? Es zu zeigen, nicht mehr zu verstecken und zu verdrängen, sondern, dass die anderen auf mich zugehen, anstatt ich auf sie? Ich rede mit ihnen ja nicht darüber.
Wenn es das letztere ist; dann ist es für mich erstaunlich, weil es sich ja unterbewusst abgespielt hat. Erst als du gefragt hast, habe ich den Grund hinterfragt, und zu sehen, dass es ein -fast schon verzweifelter- Hilferuf sein könnte, ist schon heftig. Also so empfinde ich es zumindest, schließlich kann es dann ja jeder sehen, und die Narben würden mein Leben lang bleiben.
Dazu muss ich sagen, ich habe nur an Stellen Narben, wo es keiner so wirklich sieht - nur leichte Narben vom Anfang sind z.B. am Arm vorhanden. Dass ich schon so denke, dass es egal ist, wenn es jemand sieht, ist für mich schon ein starkes Umdenken..
Was mir noch gerade einfällt: vielleicht ist es ja so, dass ich somit meine Krankheit, zumindest das Symptom SvV, annehmen möchte, es akzeptieren möchte, dass ich es tue, und es nicht immer vor allen verdrängen, als sei es unannehmbar, dass ich sie habe. Also ein Schritt dafür, mich selber anzunehmen? Es gab ja auch die Zeit, am Anfang von dem Rückfall; bevor ich mich hier angemeldet habe, da habe ich mich selbstverletzt, aber es nicht annerkannt. Also: mit voller Überzeugung gesagt, dass ich es nicht getan habe. Das wäre auch wieder so ein Verdrängen, oder auch, es nicht anzunehmen.

Ich fühle mich gerade ein klein wenig gut und auch optimistisch; dass ich gegen die Depressionen ankämpfen kann, wenn ich aber noch mein SvV "behalten darf". Also zumindest schon die ersten Schritte zu machen, aber nicht mit SvV aufzuhören, das wäre zu schnell.
Nun zu der Zielformulierung.
Was möchte ich erreichen?
-- Ich wollte eigentlich jetzt drauf losschreiben, wegen meiner optimistischen Einstellung, und dachte ich wüsste nach längerer Überlegung, welche Ziele ich formulieren möchte. Allerdings ist es doch nicht so einfach; mir fällt immer noch nichts konkretes ein. --
Vielleicht schon zu meinem Essverhalten, da bin ich ja schon ein bisschen dabei.
--> Bevor ich anfange zu essen: was möchte ich essen? Dann: diese Portionen einhalten.
Das klappt relativ gut, Betonung auf relativ, weil ich meine Portionen versuche zu zügeln, aber ich esse trotzdem noch vieles Unterschiedliches. Um es zu verdeutlichen ein Beispiel von heute Mittag: ein Teller Nudeln mit Soße, Heidelbeeren, ein Stück sündhaft-süßer Kuchen. Ziel war: nur ein Teller, nichts großes Nachnehmen, ein Stück Kuchen, weil ich ihn am Sonntag gebacken habe und mich den ganzen Vormittag drauf gefreut habe 😀 Hier habe ich jetzt auch wieder nachgenommen, obwohl ich keinen Hunger hatte, aber ich habe es wenigstens klein gehalten.
Ich habe auch meiner Mutter etwas dazu gesagt, aber nur indirekt: dass ich versuche bewusster zu essen und sie mich auch gerne warnen / hinweisen darf, wenn ich wieder zu viel oder vor dem Fernseher esse.

Noch ein Ziel: weiterhin Sport machen. Ich hatte ein bisschen nachgelassen, und damit ich mich vielleicht wohler fühle mich meinem Körper, öfters wieder ins Studio gehen, mind. 1x/Woche (habe ja auch einmal Schulsport), am besten 2x oder 3x, mehr aber auch nicht um nicht zu übertreiben und genug Zeit zu haben für anderes. Vielleicht auch ein paar Mal Spazieren gehen oder zu Fuß wohin gehen, um mehr frische Luft zu schnappen. Hierbei geht es eigentlich nur um das wohler fühlen, ich hoffe das funktioniert dann auch. 🙂

Mehr zu finden ist schwierig, besonders auf die Depressionen bezogen. Was mir dazu einfällt, ist kein direktes Ziel, aber eine Erwägung wert: beim Hausarzt vermitteln lassen, oder einer Person finden, mit der ich darüber reden kann.
Was es auch schwer macht, darüber zu urteilen, ist, dass ich einfach depressiv bin und anders denke + handle. Demnach kann ich schlechter beurteilen, ob das, was ich denke und fühle, wirklich von mir aus ist, oder "von den Depressionen aus", also ob sie mich sozusagen zu sehr "blind" macht, um es objektiv zu betrachten. Demnach kann ich es selber nicht einschätzen und bräuchte noch eine andere Perspektive. Das würde dafür sprechen, mich jemanden anzuvertrauen. Hm.

Mein Wochenstart war solala 😀 morgen Klausur in Englisch haha 😀

Liebste Grüße, Lisa 🙂