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Thema: Selbstverletzung ...
Hallo Tina,
eben weil du schon soviel mitgemacht und gemeistert hast, wäre es doch nun schön, wenn du dir selber auch etwas Gutes tust und für dich sorgst.
Dass deine Untersuchungen positiv ausgefallen sind, ist super. Auch dass sich deine Blutwerte normalisieren ist gut.
Deinen körperlichen Entzug hast du gut geschafft. Nun geht es darum diese Gewohnheit und diese psychischen Zusammenhänge zu überwinden. Gerade wenn du grade wieder mehr Stress hast und Situationen erlebst, in denen du früher zur Flasche gegriffen hast, wirst du das merken. Es ist gut, dass dich dein Kumpel gut unterstützt und dir hilft stark zu bleiben.
Super, dass du dich da schon informiert hast und dir das auch nochmal so anschauen willst. Brauchst du denn dafür die Erlaubnis deiner Eltern? Wann wirst du denn achtzehn?
Deine Motivation ist grade auf eine harte Probe gestellt.
Darf ich fragen, was du denn für den Fall der Fälle geplant hast? Wie würde denn so ein Fall aussehen, dass du diesen Entschluss umsetzen würdest?
Ich freue mich von dir zu hören
Schöne Grüße
Regina
Hallo Regina,
ich brauche nichts für mich, danke 🙂
Ich bräuchte eigentlich meine Eltern nicht dafür, aber das Problem ist ... Okay, da muss ich denk ich jetzt bisschen mehr erklären. ich werde von meinen Eltern kontrolliert und das nicht zu gering. Ein paar Beispiele sind, dass ich immer anrufen muss, wenn ich nach der Schule zu Hause bin, damit sie kontrollieren können, ob ich auch zur richtigen Zeit komme und nicht vielleicht zuvor noch wo war. Außerdem wurde lange Zeit mein Zimmer regelmäßig auf links gedreht, ich muss fragen, wenn ich TV gucken möchte, ob ich denn darf, ich darf so gut wie nie irgendwo hin, ich darf bis heute nicht shoppen oder so und inzwischen hab ich darauf auch gar keine Lust.
Also werd ich das auch nicht machen dürfen, das ist nun mal so ... ich darf eigentlich nicht wirklich viel. Auch meine Internetzeit ist beschränkt. Aber für mich sind die ganzen Punkte, die nur ein Bruchteil von dem sind, was hier los ist, inzwischen normal und ich wehr mich nicht mehr dagegen. Warum auch? Es hat doch keinen Sinn, damit mach ich mir nur selbst das Leben schwer.
Die letzte Frage versteh ich glaub ich nicht ganz, aber ich habe zum Beispiel geplant, dass ich meiner Freundin alles "vererbe", das hat sie verdient. Auf jeden Fall dürfen meine Eltern nichts bekommen und ich hab in einer Art Brief geschrieben, also an meine Eltern, warum der Fall eingetreten ist, also aus der Sicht, wenn es schon zu spät ist.
Im Moment bin ich darauf bedacht, meine Freundin ein stück weit darauf vorzubereiten, ohne, dass sie es merkt. Sie sollte nicht zu stark an mir hängen, umso stärker wird sie es nur treffen und das hat sie nicht verdient.
LG Tina
Hallo Regina,
heute geht es mir ... unterschiedlich. Ich konnte es soweit kontrollieren, dass ich in da Schule ruhig und einen entspannten Eindruck gemacht habe, allerdings sind meine Gedanken durcheinander, aufgewühlt und ich bin grad überfordert, weshalb ich mit meiner Freundin auch gerade schreibe.
Meine Eltern wissen, dass ich bei meiner Tante bin, allerdings wissen sie nichts von meinem Kumpel, das ist auch gut so, so können sie mich da nicht kontrollieren. Ich sag dann, ich geh zu meiner Tante, sie weiß bescheid und mein Kumpel wohnt ganz in der Nähe von ihr.
Die Kontrolle ist schon immer da, also ich kenn es gar nicht anders.
Also ich bin anfangs viele Möglichkeiten durchgegangen und inzwischen hab ich so paar Varianten, die in Frage kommen und andere, die ich ausschließe. Ja, der Brief existiert. Ich hab versucht, ihr klar zu machen, dass ich Abstand nehmen werde, aber das schaff ich nicht ...
Ich weiß, dass es den Hinterbliebenden nicht gerade gut geht, ich hab das selber schon mal durchgemacht ... aber sollte man vielleicht nicht auch einmal an sich denken?
Heute bin ich allerdings schon wieder so weit, dass ich sage, eigentlich möchte ich denk ich mal nicht sterben, aber meine Gedanken machen es mir im Moment schwer. Wie kann ich diese Gedanken loswerden? Wie kann ich sie überwinden, damit sie gar nicht erst mehr so weit an mich kommen?
LG Tina
Hallo Tina,
was wühlt dich denn so auf? Du sagst du scheinst nach aussen ganz ruhig zu sein, aber innerlich bist du das wohl nicht? Was überfordert dich denn gerade so?
Kannst du dich an die drei Fragen erinnern?
1.) Was geschieht hier, jetzt im Augenblick?
2.) Was fühle ich hier, jetzt im Augenblich?
3.) Von welchen Gewohnheiten und Antrieben werde ich jetzt hier im Augenblick gesteuert?
Kannst du einfach mal benennen, was du fühlst? Ohne das erstmal zu bewerten?
Wie hat sie denn darauf reagiert, dass du Abstand nehmen willst? Und wie hast du das denn begründet?
In deinem Umfeld gab es schonmal einen Suizid, den du miterlebt hast?
Ich bin der Meinung, dass du auch an dich denken sollst. Aber in dem Sinn, dass du dir gegenüber fürsorglich bist und nicht destruktiv. Suizid ist absolut endgültig und kann nicht zurückgenommen werden.
Welche Gedanken möchtest du loswerden? Die an den Suizid?
Zum einen ist die Erkenntnis, dass du Leben möchtest ein wichtiger Schritt.
Diese Gedanken ganz loszuwerden ist nicht einfach. Aber du kannst dir klar machen, dass es sich dabei eben um Gedanken handelt. Mentale Ereignisse. Und in wieweit du ihnen glaubst oder daran festhältst ist deine Entscheidung. Das klingt etwas abgehoben, ich weiß, aber vielleicht kannst du mir ja folgen?
Grundsätzlich ist es schwierig damit alleine klar zu kommen. Vielleicht machst du dir nochmal Gedanken darüber, eine Therapie zu machen?!
Ich freue mich von dir zu hören
Schöne Grüße
Regina
Hallo Regina,
ich weiß ehrlich gesagt nicht, an was es liegt, so doof das klingt 🙂 Ich hab letzte Nacht darüber nachgedacht und mit meinem Kumpel geredet und jetzt bin ich wieder völlig entspannt und ruhig. Ich denke, es ist die Komplett-Situation. Ich finde jetzt verschiedene Wege ohne Alkohol, Drogen usw. klar zu kommen, was immer besser funktioniert, nur ich denke, dass ich am Anfang vllt. zu viel wollte und mich damit selbst überfordert habe, denn wenn ich ruhig ran gehe und mich nicht schon immer gleich selbst unter Druck setze, funktioniert es auch besser 🙂
Hätte ich auch gleich drauf kommen können, aber das ist nicht so einfach, des selbst überhaupt zu merken, aber immerhin, jetzt weiß ich es und kann dran arbeiten. Lukas hat vorhin zu mir gesagt, dass ich mir durch meinen Ehrgeiz manchmal selbst ein Bein stelle und ich denk, er hat recht 🙂
Was ich fühle, ist ... hm, schwierig. Ist schwer, des zu beschreiben ... wie Frust oder Wut auf mich selbst oder so ... Echt schwer, zu sagen, was man eigentlich fühlt.
Ja, in meinem Umfeld gab es bereits zwei Suizide ... obwohl ich von dem 2. nicht so viel mitbekommen habe. Den Suizid vom guten Freund meines Dads hab ich allerdings ziemlich heftig erlebt. Aber darüber bin ich denk ich inzwischen drüber hinweg.
Ich habe gestern Abend/Nacht meiner Freundin gesagt, was ich versucht habe (also das mit dem Abstand) und sie und mein Kumpel haben dann mit mir ziemlich lange geredet, ich habe nachgedacht und ich habe alle Karten offen gelegt. So konnte ich drüber reden und ihre Meinungen hören und bin wieder bei klarem Verstand.
Und nein, ich will definitiv nicht sterben, das weiß ich jetzt mit Sicherheit. Und ja, ich werde versuchen, jetzt immer, wenn ich mal wieder daran denke, mir klar zu machen, dass das Gedanken sind, die ich nicht verfolgen möchte, denn ich möchte nicht sterben.
Ich hab ja schon mal erwähnt, dass ich so ne Tabelle führe, oder? Naja und jetzt hab ich mal angefangen durchzugucken, wie sich das eigentlich entwickelt hat und das hilft mir schon, denn ich weiß, dass ich mich durchsetzen kann, auch gegen meine eigenen Gedanken.
So paar Dinge, die ich ausgerechnet habe, sind: meine ursprüngliche durchschnittl. Schlafzeit von 3h 18min ist inzwischen bei 7h 12min und das ist ein enormer Fortschritt, was mich mega freut. Außerdem hab ich seit 20.01.14 insgesamt 62 Zigaretten geraucht. Klingt erstmal viel, aber zum Vergleich, ich hatte Tage, da hab ich 40 pro Tag geraucht, also ist das schon auch ein Fortschritt, den ich aber weiter ausbauen werde.
Wie man sicherlich merkt, gehts mir heute wieder deutlich besser und ich werd mich da jetzt durchbeißen. Ich bin mir bewusst, dass die Gedanken kommen können, aber ich werd einen Weg finden, sie zu "besiegen" und Sport hilft mir da denk ich ziemlich gut.
Ich hab jetzt übrigens ein Ziel 🙂
Mein Ziel für die nächsten Wochen ist noch weniger zu rauchen und diese starke Schwankungen abstellen zu können und des werd ich auch schaffen, denk ich. Ich kann hier schreiben, hab meine Tante, Lukas, meine Freundin, die mich unterstützen.
LG Tina
ich bin anstrengend, hm? ._.
hallo Tina,
Lukas hat recht, wenn man sich selber so unter Druck setzt, sich das Leben selbst schwer machen kann. Es ist sehr gut, dass ihr zwei zu dieser Einsicht gekommen seid und du die Erfahrung machen konntest, dass du entspannter bist, wenn du diesen Druck bewusst zurücknimmst.
Das mit deinen Gefühlen kannst du üben, indem du immer mal wieder deine Aufmerksamkeit darauf lenkst und versuchst sie zu benennen. Wenn du weißt, was in dir vorgeht, kannst du auch besser damit umgehen und etwas Ordnung reinbringen 😉
Zwei Suizide im direkten Umfeld sind heftig. Konntest du denn mit deinem Vater darüber sprechen?
Wow, dass du so offen zu deinen Freunden sein kannst. Das ist wirklich super viel wert. Auch dass du dich für das Leben entschieden hast ist schön.
Ja von der Tabelle hast du erzählt. Und schön, dass sie dir eine Erfolgsbilanz zeigt. Dass du deine Schlafzeiten so verbessern konntest ist großartig und wirklich wichtig! Und auch, dass du die Zigaretten schon so gut reduzieren konntest ist toll. Das ist eine tolle Motivation um weiterzumachen und den Weg weiter zu gehen. Dass du dir da jetzt wieder Ziele gesteckt hast ist fantastisch. Und für kleinere Etappenziele darfst du dich dann auch mit etwas Schönem belohnen!
Mit dir bleibt es spannend 😉
Ich freue mich von dir zu hören
Schöne Grüße
Regina
Hallo Regina,
ja, ein schlaues Kerlchen, hm? 😀
Nein, ich konnte mit meinem Dad nicht wirklich drüber reden. Der Tod durch Suizid von da ersten Frau meines Opas wird komplett tot geschwiegen und der Suizid von seinem Kumpel ist ... naja, ich hab ihm mit Papa gefunden gehabt, aber da war ich vllt. 11 oder so, also meine Erinnerung daran ist nicht mehr so gut.
Eigentlich waren es sogar schon drei Suizide, der dritte hat mich aber nie erreicht, das war ein langer Freund meiner Eltern aus Österreich, der sich vor 2 Jahren, denk ich wars, umgebracht hat.
Ja, ich hab nicht viele Freunde, aber richtige. Das ist mir auch extrem wichtig, denn sie kommen zu mir, wenn was ist und ich weiß, dass ich immer zu ihnen kann! Ohne sie, wäre ich denk ich längst in Folge meiner Drogen oder wie auch immer nicht mehr hier.
Ja, die Tabelle macht mir echt Mut, weiter zu machen. Ich hab ehrlich gesagt nicht mit so einem Ergebnis gerechnet.
Spannend? So kann man es auch nennen 😀
Gerade reg ich mich wieder bisschen auf, aber nicht dolle. Bin das erste mal mit unserem Auto gefahren, mit Papa als Beifahrer. Wurde angeschnauzt, obwohl ich ihm von Anfang an gesagt habe, ich fühl mich unwohl und möchte nicht. Aber das scheint hier ja niemand zu interessieren.
Aber ich zieh mich jetzt in mein Zimmer zurück, hör Musik oder so und such erst mal den Abstand zu allem und jedem.
LG Tina
Hallo Tina,
ja, dein Kumpel ist wirklich clever 😀
Das heißt, du musstest mit diesen Erfahrungen selber klarkommen? Das ist eine richtig schwierige Aufgabe- vor allem als Kind. Ich kann verstehen, dass dich das geprägt hat.
Die Einstellung in Bezug auf deine Freunde ist super. Ich stimme dir da absolut zu. Es ist wichtig, ein paar wenige Freunde zu haben, mit denen du über alles reden kannst und auf die du dich verlassen kannst. Und du hast es geschafft, dir einen solchen Freundeskreis aufzubauen. Und auch diese Freundschaften zu pflegen. Das ist eine großartige Leistung.
Konntest du dich gestern wieder beruhigen? Eltern als Beifahrer zu haben ist gerade am Anfang extrem anstrengend und schwierig. Das Autofahren an sich ist ja schon eine Herausforderung- man hat vieles noch nicht automatisiert. Und wenn dann ein Elternteil noch daneben sitzt und kritisiert und reinredet fühlt man sich ganz schnell unwohl und überfordert.
Habt ihr euch denn wieder vertragen?
Wie geht es dir heute?
Ich freue mich von dir zu hören
Schöne Grüße
Regina
hii
ähm... ja ich hab immer so eine stimme im Kopf die sagt ich soll mich endlich umbringen...
ich ritze mich auch seit 3 Jahren '-' ich weiß nicht wie ich davon weg kommn soll und ich
diese Stimme weg bekomme.... ich hab so angst das diese stimme mich bekommt und ich
mich selbst umbringen...
kann mir jemand helfen? ?( ;(
Hallo help,
das hier ist die Beratung von T16D10, und hier sollten auch nur ihre Fragen besprochen werden, damit es übersichtlicher bleibt.
Du kannst gerne ein eigenes Thema aufmachen, und es wird sich innerhalb von 24 Stunden ein Teamer bei dir melden.
lg, Sabine
